Beethoven – Leidenschaft eines Genies

250 Jahre Ludwig van Beethoven: Geboren 1770 in Bonn, revolutionierte der tiefgläubige Komponist die Musik-Geschichte Europas.

Geniales Wunderkind, geboren kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution, will er durch sein Werk den Menschen einen kurzen Einblick in die Ewigkeit geben. Seine Musik verbindet den Urgrund Seele mit GOTT, gibt neue Lebensfreude. Ähnlich wie die Revolution als Gewitter über die europäischen Monarchien 1789 hereinbricht, so gewaltig und erschütternd sind die neuartigen Symphonien des leidenschaftlichen Musikers. Was für Leiden des Künstlers aber da­hinterstehen, und mit welchen Opfern diese Orchester-Werke er­kauft wurden, ahnt kaum einer.

Ungebändigte Schaffenskraft

Eine Musikerfamilie. Die Vorfahren: Sänger, Musiklehrer, Hofkapellmeister. Hochbegabt tritt Ludwig van Beethoven als 7jähriger erstmals als Pianist auf. Sein Lehrer Neefe prophezeit ihm eine große Zukunft: „Gewiß ein zweiter Wolfgang Amadeus Mozart, wenn er so fortschreitet, wie er angefangen hat.“ „Spagnol“, Spanier genannt, wegen seines bräunlichen Teints und seiner schwarzen Augen. Sein Charakter ist durchdrungen von ungezähmter Schaffenskraft. 1786 bricht er als 16jähriger nach Wien auf, die Metropole mit den damals populären Musikern. Dafür läßt er sogar seine feste Anstellung als Organist in Bonn fallen. Er spielt eine Reihe Instrumente, unter anderem Cembalo, Bratsche und Violine in der Hofkapelle. Mit 25 Jahren geht der Klavier-Virtuose mit seinen Kompositionen an die Öffentlichkeit. In seinen 10 Wiener Jahren entstehen 32 Klavier-Sonaten. Der Künstler ist umjubelt. Menschen begreifen, daß hier GOTT am Werk ist. Bis ins Detail studiert Beethoven die Kirchenmusik Bachs, die Quartette Haydns und Symphonien Mo­zarts, bis er seinen eigenen Stil findet. Als die Französische Revolution ausbricht, ist Beethoven immer noch in Wien. Für ihn versiegen in dieser Zeit die Honorare, aber seine Schaffenskraft ist ungebrochen. Als Katholik weiß er, daß er nicht nur zur Freude der Menschen komponiert, sondern zu allererst zur Ehre Gottes. Unter seine gewaltige Missa Solemnis schreibt er: „Möge sie von Herzen zu Herzen gehen!“ Das Lob Gottes will er mit den Menschen teilen. „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“, sagt Jesus (Mt 10, 8). 

Triumph der Musik

Ludwig van Beethoven ist 28, als sein Gehörleiden sich 1798 an­bahnt. 1814 ist sein letzter öffentlicher Auftritt als Pianist. Halb taub kann er seine eigene Musik kaum noch hören, spielt aber und dirigiert weiter, da er die Melodien seiner neun Symphonien, wie von göttlicher Hand geschrieben, in seinem Innersten hört. Das ist Gnade. Gespräche führt er nur noch schriftlich. 400 solcher Hefte sind erhalten. 1812 kommt es zu einer Begegnung mit Goethe im böhmischen Kurbad Teplitz. Goethe schreibt seiner Frau: „Inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen.“ Beethoven aber leidet an seiner Taubheit und denkt an Selbstmord, macht sein Testament. „Wie ein Verbannter muß ich leben. Meine Ohren sausen und brausen Tag und Nacht.“ Doch dann der Akt des Vertrauens und der Hingabe an den Schöpfer und die Gnade seiner Begabung. Gott will die Menschen ganz. – Eine Ehefrau, die er sich ersehnt, bleibt ihm versagt. Entweder ist die Geliebte schon vergeben, oder die Liebe fehlt auf seiner Seite. Das Übernatürliche, das Genie und seine Musik strahlen bis heute leuchtend auf. Immer wieder Beethovens typisches „DENNOCH!“:
Trotz Einsamkeit, Armut und Taubheit bleibt er gelassen und vertraut seinen Freunden an: „Der Herrgott wird mir schon jemanden senden, der mir die Augen zudrückt, wenn ich sterbe.“ Tatsächlich geschieht es so, als der große Komponist mit 57 Jahren im Jahr 1827 heimgeht. Bis heute schenkt seine Musik Millionen von Zuhörern neue Lebensfreude.      
Sr. Maria Anja

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