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Offener Brief an Herrn Vizepräsidenten der EKD-Synode PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 01. März 2011 um 10:30 Uhr

Offener Brief an Herrn Vizepräsidenten der EKD-Synode, Dr. Gün­ther Beckstein, D-90402 Nürnberg, Jakobstr. 46. Fax 0911-24154410. www.csu-nuernberg.de


Willkür gegen die Bibel


Sehr geehrter Herr Dr. Beckstein!


Als Vizepräses der EKD-Synode äußerten Sie anläßlich des Papst-Empfanges: „Die Bibel und unser HERRGOTT sind uns ja gemeinsam gegeben.“ Und:

„Das Thema (gleichgeschlechtliche Partnerschaften in evangelischen Pfarrhäusern) ist zwar nicht direkt angesprochen worden, aber man hat bemerkt, daß der Papst da nicht auf der Seite derer ist,die diesen Beschluß mitgetragen haben.“


Sie meinen sich damit offenbar auch selber, da Sie mithelfen, protestantische Pfarrhäuser schwulen Paaren zu öffnen. Das kann uns aus Liebe zur Bibel ( 1 Mos 18,20 u.19 / 3 Mos 18,22 u.20,13 / Röm 1,24 / 1 Kor 6,9 / Jud 7 / 2 Petr 2,6) nicht stumm lassen. „Das Wort sie sollen lassen stehn!“ Alles andere ist Willkür gegen die Bibel!

Im Namen zahlreicher katholischer, orthodoxer, protestantischer und freikirchlicher KURIER-Leser und aus Liebe zu einem christlichen Deutschland protestieren wir gegen Ihr Vorgehen und das der EKD-Synode.


Sie, Herr Dr.Beckstein, nennen sich „konservativ, auch im Religiösen“. Sie stellen sogar fest: „Ich halte mich daran, daß die Bibel praktizierte Homosexualität ohne Ausnahme verurteilt“, schränken dann aber ein, daß es sich beim EKD-Beschluß um einen „Kompromiß“ handelt: „Er ermöglicht den 22 evangelischen Landeskirchen unterschiedliche Wege.“ Ein typisch politischer Zungenschlag!


Sie, Herr Beckmann, verteidigen homosexuelle Pfarrer mit der Begründung, daß diese klar dem Leitbild von Ehe und Familie verpflichtet seien. Was nützt ein „Leitbild“, dem das eigene Vorbild klar widersprechen darf? Ist Ihre Feststellung nicht absurd – und diese Schärfe ist um GOTTES Gebot willen notwendig –: „Auch der homosexuelle Pfarrer und die lesbische Pfarrerin müssen in ihrer Arbeit die Familie in den Mittelpunkt stellen“. Wortgeschwafel! JESUS nennt Heuchler „übertünchte Gräber“ (Mt 23,27).

In der Zeitschrift „Christ & Welt“ erklären Sie sogar: „Wo das Bekenntnis nicht direkt berührt ist, müssen verschiedene Richtungen möglich sein und miteinander auskommen.“ Auch das Licht mit der Finsternis?


Sie, Herr Beckstein, betonen sogar: „Als Neuling in der EKD-Synode .... mußte ich lernen, daß unterschiedliche Frömmigkeitsformen ihren Platz beanspruchen.“ Wollen Sie etwa praktizierte Homosexualität als „Frömmigkeitsform“ einstufen?


„Der Politiker hat mehr Verständnis“ (für den Kompromiß). Schlimm, Herr Beckstein! Und Sie rechtfertigen sich auch noch mit dem Hinweis: „Die Gleichberechtigung wird europaweit auch auf die sexuelle Disposition ausgedehnt.“ Haben Sie denn Ihr biblisches Rückgrat ganz und gar verloren - wenn Sie die EKD-Regelung als „vernünftig“ erklären? Das ist Verrat an der Bibel im Dienst der EU-Politik.


Sie sind wenigstens so offen, einzugestehen, daß lutherische Bischöfe aus Tansania einen zornbebenden Widerspruch geschickt haben. Der „Sonderweg“, wie Sie ihn nennen, droht die Mitgliedskirchen zu spalten. Wir bedauern, Herr Beckstein, daß Sie sich auf diese Ebene herabziehen lassen und so auch Ihren guten Ruf verspielen.


Pfarrer Winfried Pietrek, geistlicher Beirat der CHRISTLICHEN MITTE für ein Deutschland nach GOTTES Geboten.